Sonntag, September 05, 2010
   
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Meine Fans

Kürzlich fragte mich ein Journalist, was ich denn von meinen Fans halte.

Eine interessante Frage dachte ich mir, denn ich weiß, dass Fans mein Publikum sind.

Und um in diesen Beruf etwas zu erreichen, braucht man Fans. Sicherlich gibt es auch Künstler, die schon etwas erreicht haben, ohne eine große Menge an Fans gehabt zu haben. Dennoch waren die paar - und seien es nur die Freunde gewesen - wichtig, um oben angekommen zu sein. Und ebenso wäre ein Fußballspiel kein tolles Erlebnis, wenn es keine Fußballfans gäbe, oder?

Nun gab es in meinem Leben, wie allgemein bekannt ist, einen tiefen Einschnitt, an dem ich so gut wie alle Fans und auch sogenannte Freunde verloren habe. Daher freue ich mich heute umso mehr über jeden einzelnen Fan, der zu mir hält und die Dinge die ich mache zu würdigen weiß.

Es gefällt mir, nicht nur Autogrammwünsche zu bekommen, sondern auch die Briefe zu lesen, die ich immer wieder dazwischen erhalte. Ungemein erstaunlich dabei ist es, dass Briefe von allen Generationen dabei sind. Das finde ich toll - schließlich bin ich auch genau dadurch Dschungelkönigin geworden. Weil Zuschauer aller Altersklassen für mich angerufen haben.

Aber am liebsten mag ich es, wenn mich Menschen direkt ansprechen. Egal wo ich bin - ob im Zug, im Flugzeug oder auch nur beim Einkaufen. Ich versuche auf alle Menschen einzugehen und bin immer für ein Gespräch offen. Ich bin - wie es die Lüneburger Landeszeitung kürzlich in einem Artikel treffend beschrieben hat - "eine Tante zum Anfassen".

Wenn manche Kollegen ihre Fans respektlos behandeln oder gar anpflaumen, frage ich mich, ob das wohl dann diejenigen sein werden, die irgendwann durch die Gegend schlendern und die Leute auf der Straße ansprechen werden: "Wissen Sie denn nicht, wer ich bin?"

Nein - ich freue mich über meine Fans und bin sehr dankbar, dass ich sie habe.


Danke, Eure Joya

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